Runder Tisch: Der Sportverband Detmold stellt sich neu auf

Foto D. Mahlitz

Die Sportlandschaft in Detmold blüht und gedeiht, bedarf aber in Zukunft der weiteren strukturellen Stärkung. Das war die Erkenntnis des „Runden Tisches“, zu dem der Sportverband Detmold (SSV) die Detmolder Sportvereine eingeladen hatte, um die zukünftige strategische Ausrichtung des Sportverbands, dessen Aufgaben, den erforderlichen Personaleinsatz und den notwendigen Finanzbedarf zu beleuchten. Als Moderatoren fungierten Patrick Busse vom Landessportbund NRW zusammen mit Karl-Heinz Danger, dem Vorsitzenden des SSV.

Den landesverfassungsrechtlichen Auftrag, dass Land und Kommunen den Sport fördern, begleitet der SSV als Sprachrohr der Detmolder Sportvereine, indem er diese gegenüber der Politik und der Verwaltung vertritt, wie es seiner Kernaufgabe entspricht. Bei 62 Vereinen im Sportverband mit 19.750 Mitgliedern und einem Organisationsgrad von mehr als einem Viertel der Bürger als Mitglied in einem Sportverein wird deutlich, dass diese Aufgabe einen erhöhten Stellenwert in unserer Gesellschaft besitzt. Organisiert sind durchschnittlich 318 Mitglieder pro Verein und insgesamt 6.300 Kinder und Jugendliche sowie 4.350 Senioren über 60 Jahre. Bei 1.300 Ehrenamtlichen und freiwilligen Mitarbeitern ergeben sich durch diese 220.000 Stunden Mitarbeit für den Sport im Jahr, was einer Wertschöpfung von über zwei Millionen Euro entspricht.

Anhand dieser Fakten war festzustellen, dass das Feld des strukturierten Sports in Detmold gut bestellt ist. Der SSV warb jedoch mit Blick darauf, dass in absehbarer Zeit Vakanzen auf seiner Vorstandsebene entstehen, um personelle Unterstützung aus den Reihen der Vereine. Diese signalisierten ihre Einwilligung, den SSV demnächst entsprechend zu unterstützen. Hierzu werden sie innerhalb ihrer Vereinsstruktur Gespräche führen, um geeignete Personen für die Zukunft des SSV zu gewinnen, damit die positive Entwicklung des Sports zum Wohle der Vereine weiter vorangetrieben werden kann. Quereinsteiger durch Vermittlung sind dabei auch denkbar.

Mit Blick darauf, dass sich in 20 Vereinen Kinder unter 6 Jahren befinden, warb Danger für das demnächst startende Projekt „Sport4Kids“. Hierüber wird zu gegebener Zeit zu berichten sein.

Norbert von Dahlen

Protokoll Runder Tisch 23.1.18
Flip-Chart 1
Flip-Chart 2
Flip-Chart 3
Präsentation Runder Tisch 1.18

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