Category: Allgemein

Sportverband Detmold ist als Stützpunktverein auch überregional am Start

Mohamed Jibril und Mahmod Hosein freuen sich, beim Herkules-Berglauf dabei zu
sein (Foto: Norbert Distelrath)

Der Sportverband Detmold hat es sich zum Ziel gesetzt, als Stützpunktverein sportbegeisterte Menschen mit Fluchterfahrung in die hiesige Gesellschaft zu integrieren. Dies hatte in der Vergangenheit mit mehreren Projekten (Volleyball, Geräte-Fitness, Cricket) begonnen und ist derzeit mit Hobby-Fußball und Lauftreff aktiv.

Am 26. September stellten sich Mohamed Ahmed Jibril (20 Jahre, aus Somalia) und Mahmod Hosein (34 Jahre, aus Syrien) zum Herkulesberglauf über acht Kilometer an die Startlinie. Besucher des Schlosses und des Parks Kassel-Wilhelmshöhe schätzen die Landschaftsarchitektur als Erholungserlebnis; für die beiden Läufer war es allerdings eine ambitionierte Herausforderung: es ging nur bergauf in der gesamten Strecke ab Wilhelmshöher Allee durch den Park bis zum Herkulesdenkmal auf der Bergkuppe. In dem starken Teilnehmerfeld schaffte Mohamed Platz 7, Mahmod kam kurze Zeit später ins Ziel.

Am 2. Oktober waren die zwei Sportler im Schloß Holter Ölbachstadion beim Läuferabend dabei. Für beide war es ein erster Laufwettbewerb auf einer Stadionbahn über 5000 Meter. In der Gesamtwertung landeten sie bei starker Konkurrenz im vorderen Drittel bzw. Mittelfeld. Als künftige Laufveranstaltung ist das Halloween-Track-Meeting am 31. Oktober im Rußheide-Stadion in Bielefeld über 5000 Meter geplant.
Der Lauftreff mit Training ist zur Zeit immer sonntags um 10 Uhr mit Start am Hangar 21 rund um den Detmolder Flugplatz. Wer die Gruppe begleiten möchte, ist herzlich willkommen.

Staffelstabübergabe im Vorsitz des Sportverbands Detmold

Foto: (von Arnold Bauer) Ein Bild mit Symbolcharakter: Einerseits Staffelstabübergabe, andererseits Wanderstabübergabe zwischen Alt-Vorsitzendem Danger (links) und Neu-Vorsitzendem Lemm

– Bisheriger Boss Karl-Heinz Danger hinterlässt große Fußspuren –

Es war zwar auch den Corona-Umständen geschuldet, dass die diesjährige Jahreshaupt- versammlung der Mitgliedsvereine des Sportverbands in der großen Stadthalle stattfand, aber nicht nur Delegierte von 22 Vereinen mit 64 Personen, sondern auch diejenigen aus Politik und Verwaltung waren erschienen, um der Besonderheit dieser Versammlung Rechnung zu tragen, wobei die Zeichen von Abschied und Neubeginn nicht zu übersehen waren: Die kurz zuvor stattgefundene Kommunalwahl als auch die Zusammenkunft der Sportvereine prägten in diesem Sinn den Ablauf der Versammlung, denn sowohl im Detmolder Rathaus als auch im Sportverbands-Vorsitz ergab sich ein Wechsel. So würdigte Noch-Bürgermeister Rainer Heller in seinen Grußworten die gute Zusammenarbeit der Stadt mit dem Sportverband in den 16 Jahren der für ihn zu Ende gehenden Tätigkeit. Auch KSB-Präsident Wilfried Starke fand lobende Worte für die Arbeit des scheidenden Vorsitzenden Karl-Heinz Danger, der in seiner fast zwölfjährigen Regentschaft Vieles für die Detmolder Sportvereine bewirkt habe, wie die Schwimmförderung, Sports4kids und den Anschub des Förderprogramms „Moderne Sportstätten 2022“. Starke bemühte den Bundespräsidenten mit dem Ausspruch „Sport sei der verbindende Kitt in unserer Gesellschaft !“

Ein weiteres entlehntes Schlagwort benutzte auch Friedhelm Böger in seinem Bericht über das vorgenannte Förderprogramm, was Danger als „Projekt Schöner Wohnen des LSB“ bezeichnet habe. Rund eine Millionen Euro werden durch die Vermittlung des Sportverbands seitens der Staatskanzlei für die vorgesehenen Sanierungen an die Detmolder Sportvereine fließen.

Die neu beim Sportverband eingestellten FSJ’ler Lisa Jungblut und Max Fegebank stellte Ulrich Weß-Wesner vor und wies darauf hin, dass sie sowohl bei verschiedenen Sportvereinen als auch in den Kitas ihren Dienst aufnehmen.

Danger wies darauf hin, dass die Vereine durchschnittlich 325 Mitglieder haben, allerdings in fast nur einem Drittel Kinder unter sechs Jahren und in 35 von 59 Vereinen zusätzlich Jugendliche zu verzeichnen sind, so dass die auf Kinder zugeschnittenen Projekte überfällig waren, um einer Überalterung in den Vereinen entgegenzuwirken. Im laufenden Jahr können Vereine dank einer Spende der Lions für die Gründung einer neuen oder zusätzlichen Kleinkindergruppe und für die Anschaffung von entsprechenden Sportgeräten je 500 Euro beantragen. Durch geänderte Regularien im Sponsoring konnten über die Stadtwerke im letzten Jahr 50.000 Euro ohne großen Bürokratieaufwand an die Vereine ausgeschüttet werden.

Als frisch gewählter Neu-Bürgermeister referierte Frank Hilker über Aktuelles aus der Sportverwaltung mit der Aussage, dass für 2021 geplant sei, die Stelle eines beim Sportverband anzusiedelnden hauptamtlichen Geschäftsführers als Dienstleister auch für die Vereine zu schaffen. In der Kooperation von LSB/KSB/Sportverband/Stadt und Vereinen hat das Projekt „Sport im Park“ fast sieben Wochen mit insgesamt ca. hundert Sporteinheiten und 60 Teilnehmern im Alter zwischen drei und fünfundsiebzig Jahren kostenlos und ohne Anmeldung stattgefunden, wobei viele Teilnehmer keine Vereinsmitglieder waren.

Nachdem Kassenwartin Stefanie Jäger ein guter Haushaltsplan bescheinigt war, wählten die Anwesenden neben ihr die bisherigen Amtsinhaber im Vorstand erneut: Dirk Mahlitz als Sportfachwart, Hubertus Färber als Organisationswart, Arnold Bauer als Sportabzeichenfachwart und Norbert von Dahlen als Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Integrationsbeauftragter. Hinzu kommen Detlef Schröder und Susanne Schiering im Sportjugendvorstand, letztere auch als Protokollführerin des Sportverbands. Neu-Vorsitzender Carsten Lemm kann sich also auf eine bewährte Mannschaft stützen.

Apropos Stab und große Fußspuren: der passionierte Wanderer Danger bekam als Abschiedsgeschenk von seinen Vorstandskolleg/innen einen Wanderstab überreicht, der ihn und seine Frau bei den künftigen Unternehmungen begleiten wird.

Einladung zur Mitgliederversammlung des Sportverbandes Detmold e.V. am 15.9.2020

Einladung zur Mitgliederversammlung am 15. September 2020
in der Stadthalle Detmold
Beginn 19.00 Uhr

Tagesordnung:

  1. Begrüßung und Grußworte
  2. Ehrungen
  3. Berichte
  4. Entlastung der Kassenwartin und des Vorstandes
  5. Neuwahlen laut Satzung
  6. Wahlen aufgrund von Vakanzen
  7. Bestätigung des Jugendvorstandes
  8. Aktuelles aus der Sportverwaltung
  9. Sportförderung der Stadtwerke
  10. Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“
  11. Jubiläum 50 Jahre Sportverband Detmold e. V.
  12. Termine
  13. Anträge
  14. Mitteilungen, Anfragen und Verschiedenes

Details entnehmen Sie bitte den anliegenden Dokumenten:
TOP MV 2020

Motivierender Lehrgang der WTB-Kaderturnerinnen in Detmold

Foto: H.-J. Dörrer

Große Freude herrschte am 22. August im Detmolder Turnleistungszentrum, wo 15 WTB-Kaderturnerinnen von Michael Gruhl, dem verantwortlichen Vorsitzenden des AK Nachwuchs- und Leistungstraining im TK Gerätturnen weiblich zu einem Lehrgang eingeladen waren. Es war dies das erste Zusammentreffen in diesem Jahr, das in erster Linie das Ziel verfolgte, „wieder zusammen zu kommen, sich zu orientieren und zu besprechen“.

Dass es nach der langen Corona-Pause für Michael Gruhl und die mit angereisten Trainer*innen aus den fünf Turnleistungsstützpunkten auch um eine Standortbestimmung ging, war selbstverständlich. Denn es stehen bis zum Jahresende mit dem DTG-Pokal, dem Turn-Talentschulpokal des DTB und dem Kaderturn-Cup des DTB in den Altersklassen 9-11 sowie den Deutschen Jugendmeisterschaften in den Altersklassen 12-15 drei wichtige Wettkämpfe vor der Tür.

Michael Gruhl bedankte sich nach sechs intensiven Trainingseinheiten am Schluss bei allen Trainer*innen sowie den Aktiven „für den guten und offenen Lehrgang“, der
von allen als motivierender Einstieg in die zweite Jahreshälfte bezeichnet wurde. So war man sich im Trainerkreis einig, dass bezüglich der Trainingssituation noch
Nachholbedarf besteht, was ja auch aufgrund der coronabedingten Einschränkungen verständlich ist, so dass im zweiten Halbjahr das Lern- und Voraussetzungstraining im Vordergrund stehen müssen. Konsens gibt es auch darüber, im Herbst einen Termin als zentrale Leistungsschulung ab AK 9 anzubieten und in der AK 8 auch noch 1-2 Kaderlehrgänge durchzuführen. Lehrgänge für alle Altersklassen zusammen soll es nicht geben, weil dies aus Kapazitäts- und Personengründen nicht effektiv ist.

Text/Foto: H.-J. Dörrer

Detmolder Sportabzeichen-Ehrung wieder ein voller Erfolg

Foto: Annette Olenberg

Sowohl die milden Temperaturen als auch die Corona-Abstandsregeln sorgten dafür, dass die diesjährige Sportabzeichenehrung der Stadt Detmold und des
Stadtsportverbands auf dem Hiddeser Bent nicht im geschlossenen Raum sondern draußen am Sportplatz mit grüner Kulisse stattfand. Ein Wermutstropfen fiel allerdings in die vom Stadtsportverband gesponserten Getränke, da Rolf Meierhenrich mit 82 Jahren als ältester Absolvierer des Sportabzeichens kurz vor der Ehrung erkrankte und damit seine geplante Eröffnungsansprache nicht halten konnte. Dies oblag nunmehr Henning Stiegmann, der den Vorgenannten als leuchtendes Beispiel für das Engagement des Vereins würdigte, dass sich in 211 Sportabzeichen-Erwerber/innen widerspiegelte.

Foto: Karl-Heinz Danger

Detmolds Bürgermeister Rainer Heller ließ es sich im Beisein von Kämmerer Frank Hilker nicht nehmen, in einer seiner letzten Amtshandlungen folgende Teilnehmer zu ehren: Sigrid Dreier-Richwin (TV Brokhausen), Rainer Voigt (DSV Detmold), Heike Runte (SF Berlebeck-Heiligenkirchen) – alle 25. Mal -, Dr. Friedrich-Wilhelm Hirsch und Michael Merk (VfL Hiddesen), Karin Meyer zur Heide (SV Eintracht Jerxen-Orbke) – alle 30. Mal-, Eduard Thurner für vierzig und Gisela Röttgen (VfL Hiddesen) für fünfzig Jahre, in denen sie Jahr für Jahr die Hürden der Sportabzeichen-Anforderungen gemeistert haben. Nach näheren Informationen während dieser Zeit befragt, erklärte Röttgen, dass sie lediglich bei ihren Schwangerschaften ausgesetzt habe. Thurner als Nicht-Vereinsangehöriger wies darauf hin, dass er in der Ski-Abteilung des Polizeisportvereins angefangen habe. Skiabfahrt in Rekordzeit gehöre zwar nicht zum Sportabzeichen, aber für ihn in der letzten Zeit Schwimmen, Kugelstoßen und Seilspringen. Als Einzelkämpfer erhielten die Geehrten neben einer Urkunde auch eine Trinkflasche als Begleitung für weitere sportliche Aktivitäten.

Foto: Karl-Heinz Danger

Mit 32 Erwerber/innen hatte Sandokai Detmold neben Hiddesen von 13 Vereinen die Nase vorn; Andreas Uhlitz als Weidmüller-Repräsentant konnte auf 35 Jahre Betriebssport mit derzeit 23 Sportabzeichen verweisen. Mit 17 Schulen war auch hier die Beteiligung mit 80 Prozent der Gesamtabzeichen rege: die Oetternbachschule, Kusselberg-Schule, Hasselbachschule und Grundschule Heiligenkirchen sowie das Gymnasium Leopoldinum stachen dabei hervor. Den Vogel schoss allerdings wieder die August-Hermann-Francke-Hauptschule ab mit 291 und somit 100 Prozent der Schüler/innen. Nach dem Erfolgsrezept befragt, erklärte Erich Albrecht als Leiter der Schule, dass seit längerer Zeit das Sportabzeichen in die DNA der Kinder übergegangen sei. So würde jedes Jahr eine einwöchige Klassenfahrt mit Sportangeboten durchgeführt. Arnold Bauer als Sportabzeichenfachwart des Sportverbands hörte dies mit Stolz, zumal er an dieser Schule tätig ist.

Karl-Heinz Danger als Vorsitzender des Sportverbands Detmold resümierte, dass 2019 insgesamt 1.947 Sportabzeichen und somit mehr als in Bad Salzuflen vergeben wurden. Aufgrund einer laufenden Wette mit dem Bürgermeister sei dieser in der Pflicht, dies entsprechend „in flüssiger Form“ zu honorieren, was letzterer auch mit Freuden zusagte. Gleichzeitig versprach er, in der nächsten Zeit endlich zusammen mit Danger das Sportabzeichen zu erringen, auch wenn beide nicht mehr in Amt und Würden seien. Seiner Vorliebe für Statistiken folgend, wies Heller darauf hin, dass mit Blick auf die allseits notwendige Schwimmförderung die Detmolder Bäder die gesamtgrösste Wasserfläche in Lippe aufzuweisen haben. Aufgrund der angelaufenen Sportstättenförderung 2022 sehe er die Sportlandschaft in Detmold auch als Initialzündung für weitere Sportabzeichen-Absolvierungen gut aufgestellt.

Norbert von Dahlen

Schon über 617.000 € für Detmolder Vereine bewilligt

Ortsbesichtigung beim Tennisclub (Foto: LZ – J. Beckmann

Mitte des Jahres 2019 hat das Land NRW ein Förderprogramm von insgesamt 300 Mio. Euro aufgelegt, mit dem vereinseigene oder langfristig gepachtete Sportstätten modernisiert und saniert werden können. Die Zuteilung erfolgt nach Antragstellung der Vereine auf Grund einer Priorisierung durch den jeweiligen Stadtsportverband (SSV). Die Zustimmung der Kommune zu den Investitionsmaßnahmen ist ebenfalls notwendig. Für Detmold steht aus diesem Programm eine Summe von gut 1 Mio. Euro zur Verfügung.

Der Vorstand des Stadtsportverbandes Detmold hat Friedhelm Böger für dieses Projekt mit in den Vorstand berufen und hat für dieses Förderprogramm Karl-Heinz Danger, Hubertus Färber, Carsten Lemm und Friedhelm Böger als Arbeitsgruppe bestimmt.

Diese Gruppe hat zunächst bei allen Detmolder Vereinen den Bedarf abgefragt. 19 Vereine hatten sich zurückgemeldet. In vielen Einzelgesprächen wurden die Antragsinhalte und Förderquoten mit den Vereinsvertretern beraten und die Vereine bei der Antragstellung unterstützt. Parallel hat der Stadtsportverein mit der Sportverwaltung der Stadt Detmold einen Musterpachtvertrag verhandelt, der den hohen Anforderungen des Förderprogramms entspricht, damit auch Sportstätten im Eigentum der Stadt gefördert werden können.

Bis Mai hatten insgesamt 10 Vereine förderfähige Anträge mit einer Fördersumme von insgesamt 617.294,50 € eingereicht. Diese wurden nach der Priorisierung durch den Vorstand des Stadtsportvereines inzwischen alle von der Staatskanzlei in Düsseldorf bewilligt. Die letzte Bewilligungsentscheidung kam am 4.8. für die Baumaßnahme der SF Heiligenkirchen-Berlebeck.

Im Anhang eine Übersicht der Baumaßnahmen und der Fördersummen.

Zwei weitere Maßnahmen mit einer Fördersumme von insgesamt 165.000 € hat der Vorstand des SSV schon bewilligt. Sie betreffen den Luftsportverein Detmold und den TSV Bentrup-Loßbruch. Hier liegen aber noch nicht alle Unterlagen vor.

Karl-Heinz Danger und Friedhelm Böger: „Bis Ende des Jahres 2020 möchte der SSV über die restlichen gut 220.000 € dieses Förderprogrammes befinden. Es liegen Bedarfe vor, die die Summe bei weitem übersteigen. Allerdings müssen hierfür noch weitere Absprachen mit den Vereinen getroffen werden.“

Friedhelm Böger

Ralf Pejunk geht in Ruhestand

(Foto: A. Hülsdonk)

Am 7. August 2020 hatte Ralf Pejunk seinen letzten Arbeitstag in der Sportverwaltung der Stadt Detmold. Dort war er u. a. zuständig für die städtischen Sportstätten und so auch Ansprechpartner für die Detmolder Sportvereine.

Ralf geht nun nach 41 Jahren bei der Stadt Detmold in den dritten Lebensabschnitt und in den wohlverdienten Ruhestand.

Der Sportverband Detmold bedankt sich im Namen der gesamten Sportfamilie für die langjährige Zusammenarbeit mit einem Präsent und wünscht Herrn Pejunk für die Zukunft als Ruheständler alles Gute und vor allem Gesundheit.

Karl-Heinz Danger

LLZ-Turnerinnen freuen sich auf heißersehnte Wettkämpfe

Foto: Hans-Joachim Doerrer

Auch wenn der Sport noch an manchen Corona-Ecken zu knabbern hat, so lässt die Wiederaufnahme von Wettkämpfen die Athletinnen und Athleten in vielen Sportarten
jubeln. Das gilt auch für die im Turnleistungszentrum Detmold betreuten Nachwuchsturnerinnen, die sich riesig darüber freuen, dass der Deutsche Turner-Bund die in der ersten Jahreshälfte abgesagten Meisterschaftswettkämpfe im Nachwuchsbereich nachholen will.

So ist Lia Feline Mass (TV Heidenoldendorf) überglücklich, dass sie nach der bereits im Frühjahr vor Beginn der Corona-Krise beim Pre-Olympic-Youth-Cup (POYC) in Essen erturnten Qualifikation für die Deutschen Jugendmeisterschaften in der AK 12 nun doch noch zu diesem Highlight antreten kann.

In gleicher Weise freuen sich die Nachwuchsturnerinnen der AK 10 Mia Lutkova (Detmolder Sportverein) sowie Elisabeth Schonlau und Aliya-Jolie Funk (beide TV Lipperode) auf den Turn-Talentschulpokal, der in dieser Altersklasse als höchster Wettkampf der Turn-Talentschulen im Deutschen Turner-Bund gilt. Auch hier haben die drei Turnerinnen bereits die Qualifikation beim POYCm geschafft und wollen nun versuchen, ein ähnlich gutes Ergebnis zu erzielen wie im Vorjahr, wo sie in der AK 9 einen tollen 4. Platz erreichten.

Bleiben noch die Nachwuchsturnerinnen in der AK 9, die in diesem Jahr aufgrund der coronabedingten Absagen noch keinen einzigen Wettkampf turnen konnten. Hier
werden Zoe Lang (TK Herford), Lina Röckemann (TuSpo Meißen), Nev Karateke (TV Heidenoldendorf) und Liana Keil (Detmolder Sportverein) beim Pokalturnen der
Dortmunder Turngemeinde starten, um sich ebenfalls für den Turn-Talentschulpokal zu qualifizieren.

Bleibt zu hoffen, dass alle drei Wettkämpfe stattfinden können und das Infektionsgeschehen nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht. Doch darüber machen sich die LLZ-Turnerinnen keinen Kopf. Für sie gilt im Training einzig und allein das Motto „Ran an die Geräte“, um bei den anstehenden Wettkämpfen topfit zu sein.

Hans-Joachim Dörrer

Ulrich Weß-Wesner aus Detmold erhält das Verdienstkreuz am Bande

Durch sein jahrzehntelanges Engagement, vor allem im sportlichen Bereich, hat Ulrich Weß-Wesner  anerkennenswerte Verdienste erworben. Im Rahmen einer Feierstunde nahm er deshalb jetzt das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus den Händen von Lippes Landrat Dr. Axel Lehmann entgegen. „Sie haben den Karatesport in Detmold durch Ihren unermüdlichen Einsatz geprägt und maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Sportart in Detmold so erfolgreich entwickelt und etabliert hat“, betonte Landrat Dr. Lehmann in seiner Laudatio.

1973 gehörte er zu den Begründern des Vereins „Karate-Dojo Detmold e.V.“. Dort übernahm er die Funktion des Übungsleiters und trainierte Kinder, Jugendliche und Senioren. Im Laufe der Jahre entwickelte er zudem spezielle Ausbildungen für Mädchen und einen „Mutter/Kind Anfängerlehrgang“.

1990 wechselten die Mitglieder des „Karate-Dojo Detmold e.V.“ in die neue Karate-Abteilung des „Detmolder Turnvereins von 1860 e.V.“, dessen Leitung Ulrich Weß-Wesner bis 2006 innehatte. 2006 wurde die Abteilung in einen eigenständigen  Verein „Kampfkunst Dojo Detmold“ ausgegliedert. Seit 2010 agiert er dort als Vorstandsvorsitzender  und Cheftrainer.

Mit seiner freundlichen, ruhigen Art und fachlichen Kompetenz vermittelt der Würdenträger der Vereinsjugend nicht nur die Kampftechniken. Ebenso vermittelt er wichtige Eigenschaften wie Disziplin, Gelassenheit, Bescheidenheit und Rücksichtnahme. Ulrich Weß-Wesner hat bis heute mehr als 4000 Kinder und Jugendliche erfolgreich ausgebildet.

Neben seinen umfangreichen Trainertätigkeiten engagiert sich der Detmolder in der Karateverbandsarbeit auf Landes- und Bundesebene. Seit 1985 ist er als Referent für den Ausbildungsbereich des „Karate-Dachverbandes NRW e.V.“ (KDNW) tätig und dadurch landesweit an der Weiterentwicklung des Karate sowie an Lehrgängen und Landesmeisterschaften beteiligt. Mit der Absolvierung der „A-Trainer-Ausbildung“ gehört er zu den höchst ausgebildeten Trainern des Deutschen Karate Verbandes.

Mit dem Karate Club in Saint Omer, der französischen Partnerstadt von Detmold, pflegt er langjährige und freundschaftliche Beziehungen. Federführend organisiert er Fahrten nach Saint Omer und Treffen in Detmold.

Zusätzlich zu seinem sportlichen Engagement ist Ulrich Weß-Wesner seit 2003 Mitglied im Prüfungsausschuss „Koch/Köchin, Teil- und Beikoch“ der IHK Lippe zu Detmold. 2014 übernahm er die Funktion des stellvertretenen Ausschussvorsitzenden.

BUZ: Landrat Dr. Axel Lehmann (links) überreicht Ulrich Weß-Wesner das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Zu den Gratulanten gehört auch Christ-Dore Richter, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Detmold. (Foto: Kreis Lippe)

Freundliche Grüße
i.A. Juliane Fröhling

Kreis Lippe
Der Landrat

Einsatz im freiwilligen sozialen Dienst hat sich trotz Corona bewährt

In Corona-Zeiten wurde nicht nur das öffentliche Leben generell, sondern auch Aktivitäten von Sportvereinen zurückgefahren. Dennoch gibt es nach wie vor eine Menge von Aufgaben und Aktivitäten in den Vereinen und auch wieder einige sportliche Angebote, in die sich junge Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr einbringen können. Dies hatte der Sportverband Detmold bereits vor der Epidemie erkannt und Monique Plogstert als FSJ‘lerin eingestellt, die in den Sportvereinen TV 09 Pivitsheide, VfL Hiddesen,
Detmolder Sport-Verein, in Kitas und beim Sportverband eingesetzt wurde. Sieben Kurzlehrgänge und drei Seminare in Hachen mit 40 FSJ’lern gaben ihr das Rüstzeug für ihre Tätigkeit. Als Gruppenhelferin und Übungsleiterin war sie beim Sport im Park, Kinderturnen, Trampolin-Springen, beim Residenzlauf, Tischtennis, Vater-Kind-Turnen und Ballsport engagiert aber auch mit administrativen Aufgaben im Büro betraut. Das Projekt Kibaz, ein Kinderbewegungsabzeichen für Kinder von drei bis sechs Jahren, wurde von ihr beim DSV eingeführt.

Bevor Monique ihr Engagement nunmehr nach einem Jahr beendet, gibt es Zeit für ein Fazit: „Ich sehe die Zeit positiv und habe sie in keiner Minute bereut. Es hat mich persönlich nach vorne gebracht, auch in der Arbeit hinter den Kulissen der Sportvereine.“ Nach ihrer FSJ-Zeit beabsichtigt sie ein Studium in International Business.

In die Fußstapfen von Monique tritt ab 1.8. Lisa Jungblut, eine dynamische junge Dame, die in Pivitsheide wohnt und bereits beim TV 09 Pivitsheide als Gruppenhelferin tätig ist und künftig ebenfalls die erwähnten Sportvereine sowie eventuell den Schwimmverein Detmold unterstützen soll.

Der Sportverband Detmold freut sich weiterhin, ab dem 1.9. Max Fegebank begrüßen zu können, einen achtzehnjährigen Abiturienten aus Bramstedt bei Hamburg, der zur Zeit beim TBV Lemgo in der Handball-A-Jugendmannschaft seine sportlichen Fingerabdrücke hinterlässt. Beide neuen FSJ’ler werden im vom Landessportbund und Kreissportbund Paderborn initiierten Einführungslehrgang auf ihre Aufgaben vorbereitet, um später auch die Übungsleiterlizenz zu erwerben.

Auf die Frage, welche Tipps sie für ihre Nachfolger parat hätte, erwiderte Monique P., dass sie offen und mit viel Spaß an die Einsätze herangehen sollten und keine Scheu beim Ansprechen von Aufgaben und Themen haben sollten. Karl-Heinz Danger als Noch- Vorsitzender des Sportverbands ergänzte: „Wichtig ist auch, dass es im jeweiligen Verein einen Ansprechpartner gibt, bei dem man diese Dinge klären kann, so wie es Ulrich Weß- Wesner beim Sportverband ist, der beiden künftig zur Seite steht.“

Mit diesen gewonnenen Erkenntnissen möchte sich der Sportverband auch an dieser Stelle bei Monique Plogstert für ihr sportliches Engagement bedanken und beiden Nachfolgern gutes Gelingen wünschen!

Norbert von Dahlen