Category: Sportbetrieb

Geflüchteten-Sportler lernt bei seinen Starts die Landschaft seiner neuen Heimat kennen

Mohamed Jibril beim Hermannslauf hinter der Panzerbrücke Augustdorf bei km 8,5 (Foto: N. Distelrath)

Der Sportverband Detmold hat bei Lauftreffs erneut einen guten Botschafter.

Er hatte von vornherein nicht damit gerechnet, Elias Sansar Paroli zu bieten, denn dann wäre er der Sieger des 49. Hermannslaufs 2021 geworden: Die Rede ist von Mohamed Ahmed Jibril, der als Geflüchteten-Sportler im Trikot des Sportverbands Detmold seinen ersten Hermannslauf über 31 km bewältigte. Dieser Lauf von Detmold nach Bielefeld über den Kamm des Teutoburger Waldes hat so seine Leidensstellen, was auch Jibril feststellen musste, denn bis nach Oerlinghausen bei km 18 lag er noch mit Platz 35 im Soll. Allerdings nach den Lämmershagener Treppen bei km 23 war die Kraft bei ihm weg. „Das war echt hart!“ war sein Kommentar dazu. Er biss aber auf die Zähne und kam in noch guter Verfassung im Ziel an der Sparrenburg an. Bei 2.735 Läufern belegte er mit 2:20 Stunden den 98. Platz.

Für Jibril war es eine neue Erfahrung und zugleich eine Herausforderung für den Jubiläums-Hermannslauf Ende April 2022. Wer weiß, ob der 21-jährige Somalier dann dem Abonnements-Sieger Elias Sansar etwas näher kommt.

M. Jibril nach 18 km im Ziel des Böckstiegellaufs

Zwei Wochen zuvor war Jibril beim Böckstiegel-Lauf über 18 km von Bielefeld bis nach Werther dabei. Mit Platz 13 und einer Zeit von 1:13 Stunden über die hügelige Strecke hat er sich auch dort gut präsentiert. Als nächste Herausforderung steht der Schiedersee-Lauf am 23. Oktober mit 10 km rund
um den See auf dem Programm.

Ein Läufer des Sportverbands bewältigt erneut anspruchsvolle Strecken

Mohamed Jibril erhält seine Medaille bei der Siegerehrung des Herkuleslaufs. Foto: Norbert Distelrath

Der 21-jährige Mohamed Ahmed Jibril, Flüchtling aus Somalia, startet als Läufer für den Sportverband Detmold. Am 21. August war er mit seinem Trainer Norbert Distelrath unterwegs nach Kassel zum Herkules-Berglauf über 8 km bei einem Höhenunterschied von 330 Metern. Mit Blick auf das Schloß Wilhelmshöhe und die Statue des Herkules ging es nur bergauf. Bei starker Konkurrenz wurde er Sieger in der Altersklasse U 23 und belegte mit 38:37 Minuten den 24. Platz.

Auch beim Grafschaftslauf ist eine Medaille seine bleibende Erinnerung. Foto: Norbert Distelrath

Am 29. August startete er zum Grafschaftslauf über 28,5 km von Rietberg nach Schloß Holte. Unterwegs in neuen Laufschuhen, die ihn zu beflügeln schienen, ging er die Strecke zwar etwas schnell an, aber nach drei Kilometern hatte er sein Tempo gefunden und war ab Kilometer 10 viel allein gelaufen. Im Ziel vor der Kulisse des Schlosses in Schloß Holte kam er lachend an. Als Sieger in der U 23 und als 19. Gesamtplatzierter mit einer Zeit von 1:56:27 Std. ist ihm eine hervorragende Leistung zu bescheinigen.
Man darf gespannt sein, wie er demnächst beim Hermannslauf abschneiden wird.
(hier das Foto MG 8138 = Auch beim Grafschaftslauf ist eine Medaille seine bleibende Erinnerung)

Sportverband wirbt überregional für die Region Detmold

Wie aus der Pressemitteilung vom 19.10.2020 hervorgeht, sind für den Sportverband auch Sportler mit Fluchterfahrung in Lauftreffs am Start. Um dies nach außen zu dokumentieren, hat der Sportverband seine Läufer mit Laufshirts ausgestattet, die das Logo des Verbands tragen. So ergibt sich zum einen nach außen die Verbundenheit zur Stadt Detmold als auch der Zusammenhalt der Läufer mit dem Verband nach innen. Mit dem neuen Laufshirt ausgestattet, startete Mohamed Ahmed Jibril, ein 21-jähriger Sportler aus Somalia, bei den Summer-Athletics in Bielefeld. Ende August hat er ein volles Laufprogramm: Am 20. August ist der Urland-Lauf in Oerlinghausen über zehn Kilometer  geplant und einen Tag später wartet der Herkules-Berglauf in Kassel über 7,5 km. Ob er an beiden Veranstaltungen teilnimmt, wird kurzfristig entschieden. Am 29. August wird er über 30 km beim Grafschaftslauf starten. Die Strecke führt von Rietberg bis Schloß Holte.

Aber auch Laufwillige ohne Fluchterfahrung, die für ihre Gesundheit etwas tun wollen, sind beim Lauftraining willkommen (s. hierzu der Hinweis vom 19.10.20).

Sport im Park startet wieder!

Sport im Park startet wieder. Alle Infos und Angebote findet ihr unter:

https://www.ksb-lippe.de/taetigkeitsbereiche/sportinfrastruktur/sportstaetten/sport-im-park

LLZ-Turnerinnen freuen sich auf heißersehnte Wettkämpfe

Foto: Hans-Joachim Doerrer

Auch wenn der Sport noch an manchen Corona-Ecken zu knabbern hat, so lässt die Wiederaufnahme von Wettkämpfen die Athletinnen und Athleten in vielen Sportarten
jubeln. Das gilt auch für die im Turnleistungszentrum Detmold betreuten Nachwuchsturnerinnen, die sich riesig darüber freuen, dass der Deutsche Turner-Bund die in der ersten Jahreshälfte abgesagten Meisterschaftswettkämpfe im Nachwuchsbereich nachholen will.

So ist Lia Feline Mass (TV Heidenoldendorf) überglücklich, dass sie nach der bereits im Frühjahr vor Beginn der Corona-Krise beim Pre-Olympic-Youth-Cup (POYC) in Essen erturnten Qualifikation für die Deutschen Jugendmeisterschaften in der AK 12 nun doch noch zu diesem Highlight antreten kann.

In gleicher Weise freuen sich die Nachwuchsturnerinnen der AK 10 Mia Lutkova (Detmolder Sportverein) sowie Elisabeth Schonlau und Aliya-Jolie Funk (beide TV Lipperode) auf den Turn-Talentschulpokal, der in dieser Altersklasse als höchster Wettkampf der Turn-Talentschulen im Deutschen Turner-Bund gilt. Auch hier haben die drei Turnerinnen bereits die Qualifikation beim POYCm geschafft und wollen nun versuchen, ein ähnlich gutes Ergebnis zu erzielen wie im Vorjahr, wo sie in der AK 9 einen tollen 4. Platz erreichten.

Bleiben noch die Nachwuchsturnerinnen in der AK 9, die in diesem Jahr aufgrund der coronabedingten Absagen noch keinen einzigen Wettkampf turnen konnten. Hier
werden Zoe Lang (TK Herford), Lina Röckemann (TuSpo Meißen), Nev Karateke (TV Heidenoldendorf) und Liana Keil (Detmolder Sportverein) beim Pokalturnen der
Dortmunder Turngemeinde starten, um sich ebenfalls für den Turn-Talentschulpokal zu qualifizieren.

Bleibt zu hoffen, dass alle drei Wettkämpfe stattfinden können und das Infektionsgeschehen nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht. Doch darüber machen sich die LLZ-Turnerinnen keinen Kopf. Für sie gilt im Training einzig und allein das Motto „Ran an die Geräte“, um bei den anstehenden Wettkämpfen topfit zu sein.

Hans-Joachim Dörrer

FSJ’lerin Monique Plogstert entwickelt Kindersportabzeichen für Zuhause – So funktioniert’s

Foto: Sebastian Lukas, LZ

Das Freiwillige Soziale Jahr von Monique Plogstert bei uns im Sportverband Detmold nähert sich immer mehr dem Abschluss. Zu den Aufgaben in ihrem FSJ gehört auch die Organisation eines eigenverantwortlich organisierten Projekts. Im Rahmen dessen war der 15. März dick im Terminkalender von Monique markiert. Dort sollte gemeinsam mit dem Detmolder Sportverein ein Kibaz-Tag in der alten Grabbehalle  stattfinden. Das Kinderbewegungsabzeichen (Kibaz) ist eine Initiative, welche durch die Landessportjugend NRW ins Leben gerufen wurde. Die Idee: Ein Parcours –  bestehend aus 10 Stationen –  wird von den Kindern mit einer Laufkarte durchlaufen. Anschließend erhalten die Kinder dann eine Urkunde und ein kleines Bewegungsgeschenk.

Die Coronavirus-Krise machte aber bekanntlich einen Strich durch diese Planung. Dennoch wollte Monique ihre Projektarbeit nicht im Sand verlaufen lassen und kam so auf die Idee, die Stationen für das Training zuhause abzuwandeln.

Die insgesamt 10 Bewegungsideen (+Zusatz- und Ersatzstationen) können zuhause ohne viel Material ausprobiert werden, damit trotz Corona jedes Kind die Möglichkeit hat, sich zu bewegen und weiter zu entwickeln. Das Angebot richtet sich speziell an Kinder im Vorschul- und Kindergartenalter, aber auch ältere Kinder bzw. Geschwister sind herzlich eingeladen mitzumachen. Die Stationen sind angelehnt an jene, welche die Kinder auch in der Halle erwartet hätten. Dabei steht beim Abzeichen vor allem der Spaß an der Bewegung und nicht die Leistung im Vordergrund. Es gilt: “Der Versuch zählt.”

Foto: Sebastian Lukas, LZ

Auf der Homepage des Detmolder Sportvereins können die jeweiligen Stationskarten angesehen und heruntergeladen werden. Darüber hinaus steht eine Laufkarte zur Verfügung, welche ausgefüllt werden kann. Als kleinen Vorgeschmack auf das “richtige” Kibaz kann diese Laufkarte per Mail an Monique geschickt werden; anschließend gibt es dann eine signierte Urkunde zurück.

Für die Ausübung der Kibaz-Aufgaben gibt es keinen Zeitrahmen; es ist also auch möglich, die Stationen an unterschiedlichen Tagen getrennt voneinander zu absolvieren. Zu beachten ist dabei auch, dass die Laufkarten zwar an die Kinder adressiert sind, die Eltern diese jedoch unterstützen und anleiten sollen.

Da die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt, wird möglicherweise ein Kibaz-Aktionstag im kleinen Rahmen am 07.Juni 2020 kurzfristig und unter gesonderten Bedingungen stattfinden. Dafür müssen jedoch die neuen Beschlüsse rund um Corona Anfang Juni abgewartet werden. Infos hierzu und die Lauf- und Stationskarten finden sie hier: https://dtv1860.de/.

Verfasser: Monique Plogstert

Die Saison für das Sportabzeichen beim VFL Hiddesen startet am 8. Juni

Bitte laden Sie HIER die PDF-Datei mit allen nötigen Informationen herunter.

Landesmeisterschaften im Ringen in Detmold

Lia Feline Mass für DJM qualifiziert

Gemeinsame Freude: Lia und Michael Gruhl nach dem gelungenen Wettkampf

Ein kleines Teilnehmerfeld von fünf Turnerinnen war am vergangenen Wochenende in Bünde zu den westfälischen Jugendmeisterschaften in den Altersklassen AK 12 bis 15 angetreten. Erklärtes Ziel war es dabei, die Qualifikation  für die nationalen Titelkämpfe zu schaffen, die am 28./29. März in Berkheim bei Stuttgart stattfinden. Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass angesichts des frühen Wettkampftermins die Vorbereitungszeit verflixt knapp war.

Diejenige Turnerin, die neben den hohen Leistungsanforderungen mit dieser zusätzlichen Hürde am besten zurechtkam, war Lia Feline Mass von der KTV Detmold. Von ihren Betreuern Michael und Sabine Gruhl optimal eingestellt, gelang ihr ein fehlerfreier Wettkampf. Mit großer Konzentration absolvierte sie in der AK 12 Ihren Vierkampf, in dem sie am Schwebebalken mit 12,20 Punkten die Tageshöchstwertung aller Teilnehmerinnen turnte. Am Schluss hatte sie mit 43,75 Zählern die Qualifikationsnorm von 37 Punkten klar übertroffen und sich damit für  ihre erste Deutsche Meisterschaft gesichert. Ein tolles Ergebnis, über das sich auch Michael und Sabine Gruhl freuten, die mit ihrem Schützling fürs Erste zufrieden waren, auch wenn sie gleichzeitig noch Luft nach oben sehen. „Aber in den verbleibenden fünf Wochen verbleibt uns noch genügend Zeit, um an den Übungen noch ein wenig zu feilen.“ 

Bericht und Fotos: H.-J. Dörrer

Indiaca: Klassenerhalt geschafft

(Foto: Timo Roesler)

Die Mixed 2 des CVJM Pivitsheide kann sich schon jetzt auf den vorzeitigen Klassenerhalt in der Indiaca-Oberliga freuen. Nach dem Aufstieg von der Verbandsliga in die Oberliga des WTB im vergangen Jahr, war das angesagte Ziel zum Saisonbeginn den Klassenerhalt zu schaffen. Am vorletzten Spieltag reichte ein Sieg gegen Hausdülmen 2 mit 3:1 Sätzen aus. Die Niederlage gegen Wattenscheid mit 0:3 konnte die Freude über den Klassenerhalt nicht schmälern. Das mit Abstand jüngste Team in der Oberliga mit einem Durchschnittsalter von 19 Jahren hat damit als „Underdog“ sich bei den etablierten Teams einen Namen verschaffen können.

Die Basis der Mixed 2 in Pivitsheide sind die Nachwuchsspieler der Jugend Mixed 15-18 Jahre, dazu kommen noch ehemalige Jugendspieler die in den letzten beiden Jahren aus Altersgründen zu den Erwachsenen wechseln mussten und zwei Routiniers. Diese Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern mit einem etablierten Trainer, war eine sehr gute Basis für die Saison. Auf insgesamt 14 Spielern und Spielerinnen konnte der Trainer Stephan Kästner in der aktuellen Spielzeit zurückgreifen.

Lara Petry