Detmolder Residenzlauf feiert 25-jähriges Jubiläum – Beim Residenzlauf-Talk ergibt sich manche Anekdote –

Der zum 25. Mal stattfindende Residenzlauf in Detmold wirft seine Schatten voraus. Am 20.8. werden wieder rund 1.000 Läuferinnen und Läufer ihre Runden in der Altstadt vor historischer Kulisse unter die Füße nehmen.

Zur Vorbereitung hierauf diente nunmehr auch das Treffen des veranstaltenden Sportverbands mit den Sponsoren, Wegbegleitern, aktiven Läufern und vielen ehrenamtlichen Helfern. Ohne die Sponsoren wäre der teilnehmerstärkste Lauf in Lippe nicht zu finanzieren. Die Gäste schmunzelten bei der Begrüßung des Sportverbands-Vorsitzenden Karl-Heinz Danger, als dieser das Jubiläum mit einer Silberhochzeit verglich, bei der auch jahrelange Kondition Voraussetzung ist und es auch Höhen und Tiefen geben kann.

Detmolds Bürgermeister Reiner Heller, der bereits mit der Startnummer 1 am Lauf teilgenommen hatte, und Henning Stiegmann vom mitausrichtenden VfL Hiddesen erinnerten an die Historie des Laufs, der 1980 als Detmolder Sommerlauf begann und 1992 als Residenzlauf reaktiviert wurde. Schon in den ersten Jahren erfüllte die Veranstaltung auch einen guten Zweck, denn als Erlös konnten seinerzeit 30.000 DM als Spende an die Gesellschaft für Multiple Sklerose überwiesen werden, weil die Stadt Detmold weitestgehend die Kosten des Laufs übernahm. Der Start am Tag der Deutschen Einheit und die Einbindung in das Residenzfest sorgten für zusätzliche Aufmerksamkeit in der Bevölkerung.

Es folgte der Wandel vom rein sportlichen zu einem Event-Volkslauf mit Live-Musik und jährlich steigender Teilnehmerzahl, wozu auch seit 2011 zur Versorgung der Läufer ein Trinkwasserstand der Stadtwerke Detmold gehört.

Als Besonderheiten blieben den Veranstaltern 2006 das Chaos wegen Fehlleitung der Läufer aufgrund geänderter Streckenführung im Gedächtnis, ebenso wie veränderte Start- u. Zielbereiche wegen Baustellen.

Den Bogen zu weiteren Anekdoten schlug Moderator Frank Schröder von Radio Lippe, als er die Männer der ersten Stunde (Willi u. Henning Stiegmann, Günter Till u. Paul-Otto Buhrig von der Stadt Detmold) sowie Bärbel Büschemann und Elias Sansar (als Seriensieger) interviewte. Bürgermeister Heller erinnerte an eine nicht funktionierende Starter-Pistole, während Buhrig bei steigenden behördlichen Auflagen für den Ablauf mal der Kragen platzte. Elias Sansar verriet, dass er immer gerne beim Residenzlauf starte, was ihm in diesem Jahr auch als Vorbereitung für den Münster-Marathon diene.

Was kann der Zuschauer am 20.8. erwarten? Ab 17 Uhr einen Bambinilauf, zwei Schülerläufe, einen 5 km-Fitnesslauf und ab 19 Uhr die Königsdisziplin: den 10 km-Residenzlauf. Diverse Auszeichnungen (Medaillen, Urkunden, Pokale, Gutscheine) sowie ein Buff (Kopfbedeckung) sind der Lohn der Teilnehmer neben dem eigenen Erlebnis. Auch Geflüchtete werden an dem Lauf teilnehmen und dürfen sich ebenfalls auf manche Preise freuen, die in diesem Jahr von TBV-Lemgo gestiftet wurden.

Die Vorausschau beim Residenzlauf-Talk macht Lust, beim Event am 20.8. dabei zu sein und man darf gespannt sein, welche Besonderheiten dieses Mal eintreten werden.

Norbert von Dahlen

Präsentation: 25. Jahre Residenzlauf 1992-2016
LZ-Bericht vom 29.7.16:

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