Tag: 2018

Erfolgreicher Wettkampf der Detmolder Turntalente

Die Nachwuchstalente des Detmolder Turnleistungsstützpunkt (Foto: H.-J. Dörrer)

Am 3. November gaben sich 82 Nachwuchsturnerinnen aus den Altersklassen 7 bis 11 in Lippstadt ein Stelldichein, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Im Mittelpunkt stand dabei der Wettkampf der fünf Turnleistungsstützpunkte des Westfälischen Turnerbundes: Bünde, Detmold, Dortmund, Greven und Siegen.

Wie schon in den vergangenen Jahren waren Detmold und Dortmund die beiden einzigen Stützpunkte, die in allen Altersklassen mit Mannschaften vertreten waren.

Leistungsmäßig gesehen verteidigten die Detmolder Nachwuchstalente in drei von vier Altersklassen ihre Spitzenposition. In der AK 7 gelang Johanna Ewers, Liana Keil, Zoe Lang und Lina Röckemann mit einem Vorsprung von 12,5 Punkten vor der zweitplatzierten Mannschaft aus Siegen gleich der erste Kantersieg. Ebenso deutlich siegten die Detmolderinnen mit Nastassja Cutler, Josephin Diebel, Mia Lutkova und Leonie Unrau in der AK 8 mit 11,80 Punkten Vorsprung vor der Mannschaft aus Siegen. Damit aber nicht genug: Auch in der AK 10 war an Detmold kein Vorbeikommen. Mit 12,5 Punkten distanzierten Enid Cutler, Lia Feline Mass und Alissa Schmal die Mannschaft aus Dortmund mehr als deutlich. Lediglich in der AK 9 blieb der Wettkampf bis zum Schluss spannend, wobei hier die Dortmunderinnen um 3,3 Punkte die Detmolderinnen mit Ivana Cutler, Milena Laukert und Katelyn Müller auf den zweiten Platz verweisen konnten.

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Indiaca: Die männliche B-Jugend vom CVJM Sylbach/Pivitsheide wird erneut Deutscher Meister

Der Deutsche Meister der B-Jugend (Foto: Fabian Pfitzner)

Die männliche B-Jugend vom CVJM Sylbach/Pivitsheide verteidigt erfolgreich den Titel bei der Deutschen CVJM-Meisterschaften in Linkenheim-Hochstetten. Auch die weibliche B-Jugend erreicht das Finale und wird zweiter Sieger.

Als Titelverteidiger und erneut als Turnierfavorit gehandelt reiste die männliche B-Jugend gut vorbereitet zur Jugend DM an. Das Turnier sollte zu einem weiteren Höhepunkt in diesem Jahr werden, in dem schon viele Turniersiege und Erfolge im Jugendbereich gefeiert werden konnte. In der Vorrunde am Samstag galt es eine gute Ausgangsposition für die Zwischenrunde zu erspielen. In der Vorrundengruppe mit fünf Teams sollte das bestmögliche Ergebnis erspielt werden, was bedeutet alle vier Spiele zu gewinnen. In den beiden ersten Spielen am Samstag lief es nicht wirklich rund. Mit der hohen Erwartungshaltung schienen die Jungen nicht wirklich zu Recht zu kommen. Mit reinen Arbeitssiegen gegen Enzweihingen aus Schwaben und Bindlach aus Franken konnte das Team nicht zufrieden sein, war man doch sehr weit von seinen spielerischen Möglichkeiten entfernt. Im dritten Spiel des Tages, gegen den ausrichtenden Verein aus Rußheim, platzte der Knoten. Mit gelungenen Stellspiel und guten Angriffen konnte das Spiel schnell dominiert werden. Die Rußheimer wurden regelrecht vorgeführt. Schnell hieß der Spielstand 10:1. Dieser Vorsprung konnte permanent weiter ausgebaut werden, sodass das Spiel deutlich und verdient gewonnen wurde. Das letzte Vorrundenspiel gegen Rutesheim aus Württemberg wurde ebenfalls von Anfang an dominiert. Auch hier verlief das Spiel recht einseitig. Mit vier Siegen in der Vorrunde hatten sich die Jungen nun den Gruppensieg gesichert.

Am Sonntag hieß es erneut gegen den dritten der eigenen Vorrundengruppe aus Rußheim und den zweitplatzierten Ötisheim aus der anderen Gruppe zu spielen. Die Mannschaft startete gleich konzentriert in beide Spiele und ließ nichts anbrennen. Beide Spiele wurden souverän gewonnen. Als Sieger in der Zwischenrunde, galt es nun im Halbfinale erneut gegen Bindlach zu bestehen. Auch gegen Bindlach war das Team gut eingestellt. Anfänglich konnten die Bindlacher noch mithalten, doch das Team ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Mit guten Aktionen in der Abwehr als auch im Block, wurden die Angriffe der Bindlacher pariert. Der eigene Angriff wurde gut in Stellung gebracht. Zur Mitte des Spieles war der Punktevorsprung mittlerweile gut angewachsen. Mit einem fast schon perfekten Spiel zum Ende des Halbfinals konnte sich die Endspielteilnahme gesichert werden.

Im Endspiel warteten nun die Badischen Jungs aus Diedelsheim. Mit klaren Vorgaben gingen die B-Jungen ins Spiel. Gleich zu Beginn des Endspiels konnte man gut erkennen welches Team besser eingestellt und eingespielt ist. Die Schwachpunkte des Gegners wurden immer wieder ausgenutzt. Das eigene Spiel wurde geprägt von einem guten Block und einer gut eingestellten Abwehr. Aus der sicheren Abwehr heraus konnten immer wieder die eigenen Angreifer durch die Stellspieler gut in Szene gesetzt werden. Die beiden Hauptangreifer machten speziell im zweiten Abschnitt alles zum deutlichen Turniergewinn klar. Mit den Spielern Jonas Pfitzner, David Kästner, Michael Dummler, Jannik Skroblin, Florian Beckmann, Jonas Friesen, Niels Freckmann und Niklas Gieselmann freut sich das Trainerteam Stephan Kästner, Timo Roesler und Fabian Pfitzner über den Titelgewinn. Weiterlesen

Ehre wem Ehre gebührt: Martin Schüddekopf im Rathaus empfangen

Empfang beim Bürgermeister (Foto: Stadt Detmold)

Martin Schüddekopf vom TSV Bentrup-Loßbruch hat sich ganz dem Nordic Walking-Sport verschrieben. Eher zufällig kam er zu der Sportart, die häufig immer noch im Schatten der Laufbewegung steht. „Und das völlig zu Unrecht!“, wie Schüddekopf betont.

Mit seinem zweiten Platz über 10 km bei den 4. Internationalen Deutschen Nordic-Walking Meisterschaften im Juni in Roding hat er bereits erfolgreich auf sich aufmerksam gemacht und gleichzeitig den Fokus auf das Nordic Walking gelegt.

Jetzt hatte Bürgermeister Rainer Heller zur persönlichen Ehrung in das Rathaus eingeladen. „Ich möchte meinen Sport mehr in das Rampenlicht rücken“, so der Detmolder, der aktuell in der Altersklasse 40 startet. Unterstützung findet er dabei bei den Verbänden „German Fitness Association“ (GNFA) und der ENWO (European New Walking Organisation), dem Europäischen Dachverband der Nordic Walker. Beide stehen für Gesundheitssport und gleichzeitig für die Förderung des wettkampforientierten Nordic Walking. Häufig laufen die nämlich nur am Rande von Laufevents mit und bekommen noch nicht mal eine eigene Siegerehrung, doch „wir spüren das wachsende Interesse bei den Walkern, auch unsere Veranstaltung, Walk and Run‘ in Bentrup-Loßbruch erfreut sich großen Zuspruchs“, sieht Schüddekopf positiv in die Zukunft. Von Bürgermeister Heller gab es auf jeden Fall eine persönliche Urkunde für den Deutschen Vizemeister und die besten Wünsche für die nächsten Wettbewerbe.

Stadt Detmold

Mehr als 1.300 Starter beim 27. Detmolder Residenzlauf

Beim diesjährigen Detmolder Residenzlauf waren mehr als 1.300 Läuferinnen und Läufer gemeldet. In der Hauptklasse über 10 km siegten Melanie Deppe und Elias Sansar.

Beim 5 km Fitnesslauf liefen Nina Lampe und Ali Ebrahimzadgan als erste über die Ziellinie.

Die Schule mit der höchsten Teilnehmerquote und somit Gewinner des Friedrich Brakemeier Pokals war die Freiligrathschule.

Die Veranstaltung war mal wieder vom Team von Henning Stiegmann bestens organisiert.

Schülermannschaft des CVJM Pivitsheide gewinnt den Indiaca Junior World Cup

(Fotos: Matthias Langenbach)

(Fotos: Matthias Langenbach)

Der CVJM Pivitsheide gewinnt den Indiaca Junior World CUP 2018 in der Spielklasse männlich Schüler 11-14 Jahre. Damit feiert die Jugendabteilung des CVJM Sylbach/Pivitsheide den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. In vier Spielklassen ist der CVJM in der vergangenen Woche zum Junior World Cup nach Dülmen angereist. Das Ziel war es von den vier qualifizierten Teams (männliche Schüler 11-14 Jahre, mixed Schüler 11-14 Jahre, weibliche Jugend 15-18 Jahre und mixed Jugend 15-18 Jahre) mindestens zwei Teams auf das Treppchen zu bringen. Außerdem sind 2 Spielerinnen des CVJM als Gastspieler für den TSV Enzweihingen in der Spielklasse weiblich Schülerrinnen 11-14 Jahre gestartet.

Der Turnierstart am Donnerstag verlief für die weibliche Jugend 15-18 Jahre und mixed Schüler 11-14 Jahre sehr gut. Beide Teams konnten gleich mit Siegen in das Turnier starten. Leider konnten beide Teams im Verlauf der Vorrunde nicht das komplette spielerische Potential abrufen. Die weibliche Jugend verpasste durch das schlechtere Ballverhältnis im Vergleich zu den punktgleichen Polinnen aus Morag und den Gastgeberinnen aus Hausdülmen unglücklich den Halbfinaleinzug. Die Mädchen konnten in der Endabrechnung mit einem Sieg gegen SK Telia/EST den 5. Platz belegen. Die mixed Schüler 11-14 Jahre mussten in ihrem Halbfinale dem SK Juku/EST den Vortritt lassen. Auch das Spiel um Platz drei ging gegen Bettendorf/LUX verloren. Weiterlesen

Gerätturnen: Medaillenregen für LLZ-Turnerinnen bei den Landesmeisterschaften

(Foto: H.-J. Dörrer)

Zum Abschluss der ersten Jahreshälfte gaben sich die westfälischen Turnerinnen in Dortmund ein letztes Stelldichein. Unter den insgesamt 91 Turnerinnen aus 16 Vereinen, die in den Altersklassen 7 bis 16+ zu den Meisterschaftswettkämpfen antraten, waren auch 17 Aktive aus dem LLZ Detmold, die mit sechs Medaillen zurückkehrten. Dazu kamen noch viele gute Platzierungen im vorderen Bereich, so dass Michael Gruhl und Hans-Joachim Dörrer von einem guten Gesamtergebnis sprechen konnten. Denn die Konkurrenz war stark.

Der Wettkampftag begann mit den jüngsten Turnerinnen der AK 7, die sich erstmalig dem Meisterschaftsprogramm stellten. Sage und schreibe 31 Aktive sorgten dabei für einen spannenden Wettkampfverlauf, bei dem erst am letzten Gerät über die Platzierungen entschieden wurde. Liana Keil nahm dabei strahlend die Bronzemedaille entgegen. Aber auch Zoe Lang, Lina Röckemann und Emely Schmal (4. bis 6. Platz), Johanna Ewers (8. Platz), Ne Karateke (11. Platz) und Mieke Wagner (13. Platz) bewiesen ihr Können und zeigten das Potenzial des LLZ Detmold für die Zukunft auf.

In der AK 8 dominierte Mia Lutkova das Starterfeld von 19 Turnerinnen nach Belieben. Mit Bestnoten an drei Geräten ließ sie die Konkurrenz mit einem deutlichen Vorsprung von 3,55 Punkten hinter sich. Auch die beiden anderen LLZ-Turnerinnen, Josephin Diebel und Leonie Unrau, schlugen sich auf den Plätzen 6 und 12 achtbar.

Ab der AK 9 waren die Teilnehmerfelder deutlich kleiner, was den gestiegenen Anforderungen geschuldet ist. Ganze11 Turnerinnen stellten sich den Kampfrichten, wobei hinter dem Führungstrio aus Dortmund und Greven die drei LLZ-Turnerinnen Katelyn Müller, Milena Laukert und Greta Schwarze die Plätze 6 bis 8 belegen konnten.

Die AK 10 war mit neun Turnerinnen nicht nur zahlenmäßig dünn besetzt. Auch die Leistungen lagen weit auseinander. Umso erfreulicher ist zu vermelden, dass mit Lia Feline Mass und Alina Schmal mit Platz 2 und 3 gleich zwei Turnerinnen des LLZ Detmold auf dem Siegerpodest standen.

In der AK 11 war nur ein Quartett am Start, wobei Johanna Sahl für das LLZ Detmold eine weitere Goldmedaille erturnen konnte.

Die letzte LLZ-Turnerin, die in Dortmund an den Start ging, war Jamie Lynn Doberstein, die eigentlich ihre Leistungen von den Deutschen Jugendmeisterschaften wiederholen wollte. Was jedoch eine Pechsträhne verhinderte: Zunächst war Jamie eine Woche vor dem Wettkampf in der Schule auf einer nassen Treppe ausgerutscht und hatte sich eine starke Prellung am linken Knie zugezogen. Und dann stand sie zu allem Überfluss bei der Anfahrt nach Dortmund zweieinhalb Stunden im Stau, weil das Kamener Kreuz wegen eines Großbrandes total gesperrt war. So verdient ihre Silbermedaille in der AK 13 besondere Bewunderung, da sie ihren Wettkampf in 50 Minuten absolvieren musste.

Bleibt in der Gesamtbetrachtung die Feststellung, dass das LLZ Detmold durchaus optimistisch in die Zukunft blicken kann, auch wenn die Abstände zu den führenden Landesturnverbänden im Deutschen Turner-Bund teilweise groß sind. Umso mehr heißt es nach der augenblicklichen Trainingspause, die das Trainerteam und die Turnerinnen verdient haben: Ran an die Geräte!

Hans-Joachim Dörrer

 

FSV Pivitsheide holt AH Ü40 Titel

Am Freitag, 6.7.18 hatte das Team um Carsten Fischer zu den Stadtmeisterschaften Ü40 auf den Sportplatz an der Oerlinghauser Str. eingeladen. Leider gelang es nur drei Vereinen eine Mannschaft zusammen zu bekommen. So entschlossen sich die Organisatoren mit Hin- und Rückrunde den Stadtmeister auszuspielen.

Die Mannschaften von SV Diestelbruch-Mosebeck, TUS Eichholz-Remmighausen und FSV Pivitsheide lieferten sich spannende Spiele. Am Ende konnte sich der FSV Pivitsheide mit drei Siegen und einem Unentschieden vor dem TUS Eichholz-Remmighausen und SV Diestelbruch-Mosebeck durchsetzen und behielt den Pokal für sich.

Am Rande des Turniers wurde intensiv über die Zukunft zur Durchführung der Stadtmeisterschaften diskutiert. Das wird im Herbst bei der AH Versammlung ein wichtiger Programmpunkt werden.

Deutsche Meisterschaft über 10 km Nordic Walking: Der Vize-Meister kommt vom TSV Bentrup-Loßbruch

Die 3 Erstplatzierten (Foto: S. Schüddekopf)

Am 16. und 17.06.18 fanden im bayrischen Roding die 1. Europameisterschaft auf Halbmarathon und die 4. Internationale Deutsche Meisterschaft über 10 km Nordic Walking statt. An diesem Wettkampf nahmen Sportler aus ganz Europa teil.

Martin Schüddekopf vom TSV Bentrup-Loßbruch belegte bei den Deutschen Meisterschaften im Nordic-Walking auf der 10 km-Strecke den 2. Platz! Er erreichte dieses in einer persönlichen Bestzeit von 01:03:47 h auf dieser Distanz. Bei der Europacup-Wertung erreichte er Platz 8 in der Gesamtwertung und Platz 3 in seiner Altersklasse M40.

Bei Temperaturen von 27 °C und guten Bedingungen wurde um 9:00 Uhr gestartet. Auf der relativ flache Strecke von 10 km mussten 3 Runden absolviert werden, teilweise über Asphalt, überwiegend aber auf Waldwegen.

Dabei wurde nicht nur die Wettkampfzeit gewertet, sondern auch auf eine korrekt ausgeführte Technik wie Stockführung und ständiger Bodenkontakt mit einem Fuß geachtet. Wettkampfrichter entlang der Strecke kontrollierten dabei akribisch diese Kriterien, Regelverstöße wurden mit Zeitstrafen oder sogar mit einer Disqualifikation geahndet. Die Aufnahme von Getränken oder Essen waren nur in extra ausgewiesenen Coaching Zonen gestattet.

Der Sportverband gratuliert für dieses hervorragende Ergebnis!

Stadtmeisterschaften 2018 im Schießen

Stadtmeisterschaften Schießen Foto: K. H. Knuck

Stadtmeisterschaften Schießen
Foto: K. H. Knuck

Der Schützenverein „Einigkeit“ Meiersfeld-Rödlinghausen e. V. richtet in Zusammenarbeit mit der Detmolder Schützengesellschaft und der Schießsportabteilung des Polizei SV Detmold am Samstag, 1. September und am Sonntag, 16. September 2018 die diesjährigen Stadtmeisterschaften in verschiedenen Waffenarten aus.

Details entnehmen Sie bitte der Ausschreibung:
Stadtmeisterschaften Schießen 2018
Einladung zur Siegerehrung 2018

KTV Detmold macht ihr Meisterstück

(Foto: H. J. Dörrer)

Als am 23. Juni im sauerländischen Schalksmühle das Oberligafinale der westfälischen Turnerinnen begann, war der Ausgang für das Team der KTV Detmold mehr als ungewiss. Zwar lagen die Detmolderinnen nach den beiden ersten Wettkämpfen mit einem deutlichen Vorsprung in Führung. Doch konnte die Mannschaft nicht in Bestbesetzung antreten: Julia Grützediek, die beim Auftaktwettkampf als Mehrkampfsiegerin zum gelungenen Start in die diesjährige Ligasaison beigetragen hatte, befand sich nach ihrer Ellenbogenverletzung noch im Aufbautraining. Merret Klein musste von Spanien aus die Daumen drücken, wo sie mit ihrer Schule auf Stufenfahrt weilte. Und zu allem Überfluss hatte sich Jamie Lynn Doberstein am Tag vor den Wettkampf bei einem Sturz in der Schule eine schmerzhafte Knieprellung zugezogen und konnte nur am Stufenbarren auf Punktejagd gehen. So standen plötzlich mit Lia Feline Mass (10) sowie Michelle Dyck und Johanna Sahl (11) die Youngsters in der Mannschaft vor der schwierigen Aufgabe, die Siegespunkte zu erturnen. Was ihnen auch mit Bravour gelang. Wobei ihnen die „großen“ Turnerinnen den nötigen Rückhalt gaben.

Ina Ohlendorf, die rechtzeitig eine Schnittverletzung in der linken Hand auskuriert hatte, legte gleich zu Beginn eine starke Bodenübung hin. Jamie Lynn Doberstein biss am Stufenbarren auf die Zähne und turnte ihre leicht abgespeckte Übung fehlerfrei zu Ende. Und Miriam Bergmann, die schon im zweiten Ligawettkampf als beste Mehrkämpferin geglänzt hatte, legte noch eine Schüppe drauf und sicherte mit Bestnoten an allen vier Geräten der Mannschaft auch den dritten Sieg und damit die Oberligameisterschaft 2018.

Da waren selbst Michael Gruhl und Hans-Joachim Dörrer, die mit diesem Ausgang nicht gerechnet hatten, aus dem Häuschen. Aber wer es schafft, unter den geschilderten Umständen im letzten Gerätedurchgang am Schwebebalken drei fehlerfreie Übungen zu turnen, darf zu Recht als strahlender Oberligameister 2018 grüßen.

Hans-Joachim Dörrer