Category: Kinderturnen

Von der Abiturfete an den Stufenbarren

Die erfolgreichen Turnerinnen des Oberliga Finales 2019 (Foto: H.-J. Dörrer)

Das war die Situation in der Oberliga-Mannschaft der KTV Detmold beim Liga-Finale am 29. Juni in Bad Oeynhausen. Betroffen war Merret Klein, die am Vortag in Lage ihr Abiturzeugnis ausgehändigt bekam und bis tief nach Mitternacht mit ihrer Teamgefährtin Ina Ohlendorf den erfolgreichen Schulabschluss feierte. Doch zum Wettkampf, der glücklicherweise erst am Samstagnachmittag stattfand, waren beide Turnerinnen pünktlich zur Stelle und wurden von ihren Mannschaftskameradinnen Miriam Bergmann, Julia Grützediek, Lia Feline Mass und Lara-Kathrin Mierau bei ihren Übungen angefeuert.

Das von Betreuer Hans-Joachim Dörrer augegebene Ziel war es, nach dem 7. und 3. Platz in den beiden vorangegangenen Liga-Wettkämpfe so gut zu turnen, dass im Gesamtklassement der acht Oberliga-Mannschaften mindestens der 4. Platz heraussprang. Denn für die ersten vier Mannschaften ist der Verbleib in der höchsten Liga-Klasse für die nächstjährige Saison gesichert, während die restlichen Mannschaften in die Relegation müssen.

Diese Vorgabe wurde von den KTV-Turnerinnen mit dem Tagessieg und dem daraus resultierenden 3. Platz in der Gesamtwertung voll und ganz erfüllt. Fleißigste Punktesammlerin war dabei einmal mehr Miriam Bergmann, die mit drei Gerätewertungen glänzte und sich auch durch einen Sturz beim Balkenabgang nicht aus der Ruhe bringen ließ. Im Gegenteil: Bei ihrer anschließenden Bodenübung turnte sie mit 15,95 Punkten die höchste Wertung der gesamten Liga-Saison.

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Aller guten Dinge sind vier

Die Detmolder Turntalentschulmannschaft zusammen mit ihrem Trainer Michael Gruhl(Foto: H.-J. Dörrer)

„Das war ein furioses Turnwettkampfwochenende!“ So fasst Stützpunktleiter Hans-Joachim Dörrer die Erfolge der im LLZ Detmold betreuten Turnerinnen zusammen, die am 22. und 23. Juni in vier verschiedenen Wettkämpfen um Sieg und Punkte kämpften.

Es begann mit den Pokalwettkämpfen im weiblichen Gerätturnen, die im Rahmen des 4. NRW-Landesturnfestes am 22. Juni in Hamm stattfanden. Hier zeigten die Nachwuchsturnerinnen  in den Altersklassen AK 9 und AK 10 ihr Talent. In der AK 9 siegte Lina Taudt vom TV Greven, der mit seiner Turntalentschule einen Kooperationsvertrag mit dem Detmolder DTB-Turntalentzentrum geschlossen hat und vom gemeinsamen Training profitiert. Das zeigte sich auch in der Altersklasse 10, wo mit Katelyn Anne Müller (KTV Detmold) und Helene Stenert (TVE Greven) als Erst- und Zweitplatzierte gleich zwei Detmolderinnen auf dem Siegertreppchen standen.

Höhepunkt dieses Wettkampftages war die NRW-Meisterschaft 16+, in der 13 Turnerinnen an die Geräte gingen. Zu ihnen gehörte auch Miriam Bergmann (KTV Detmold), die zusammen mit ihrer langjährigen Trainingsgefährtin Leonie Schmedthenke (TSG Rheda) den favorisierten Turnerinnen vom TZ Deutsche Sporthochschule Köln den Kampf ansagen wollte. Und das gelang auch. Denn beide Westfälinnen lieferten der späteren Siegerin einen spannenden Wettkampf, wie das nachstehende Ergebnis auf den drei ersten Plätzen zeigt: 1. Elisabeth Wagner (TZ DSHS Köln / 46,850, 2. Leonie Schmedthenke (TSG Rheda / 44,650), 3. Miriam Bergmann (KTV Detmold / 44,350). „Miri“ bewies dabei mit vier Saltosprüngen auf dem Balken und einem gestandenen Doppelsalto am Boden, dass sie den internationalen Anforderungen des Code de Pointage gewachsen ist, und freut sich nun auf das Oberliga-Finale am kommenden Samstag in Bad Oeynhausen.

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Detmolder Turntalente in allen Altersklassen auf dem Siegerpodest

Gleich beim ersten landesweiten Nachwuchswettkampf in 2019 präsentierten sich die im Turnleistungszentrum Detmold betreuten Talente in Höchstform untermauerten ihre Spitzenstellung im Westfälischen Turnerbund.

Es begann in der AK 7, wo Melina Gerlach bei ihrem ersten Wettkampf auf dem obersten Siegertreppchen stand. Und auch Emma Sophie Singh hätte ohne ihren Absteiger am Balken das Siegerpodest erreichen können, freute sich aber dennoch über ihren 4. Platz unter insgesamt 24 Teilnehmerinnen.

In der Altersklasse 8 belegten Nev Karateke, Liana Keil, Johanna Ewers, Lina Röckemann, Zoe Lang die Plätze 2-6 sowie Makenna Baretti von Wiegand den 8. Platz und stellten damit eindrucksvoll die Leistungsbreite des TLZ Detmold unter Beweis.

Dies zeigte sich noch deutlicher in der Altersklasse 9, wo Mia Lutkova, Elisabeth Schonlau, Aliya Jolie Funk und Josephin Diebel wie von einem anderen Stern turnten und unangefochten die Plätze 1-4 belegten. Dieses Ergebnis ist umso bemerkenswerter, da es die Mannschaftsqualifikation für den Turn-Talentschul-Pokal des Deutschen Turner-Bundes bedeutete, bei dem am 29. Juni in Buchholz die besten Turn-Talentschulen um den Bundessieg kämpfen. Und auch da bestehen durchaus Chancen auf eine vordere Platzierung, wie TLZ-Cheftrainer Michael Gruhl einschätzt.

Den Triumph der Detmolder Turnerinnen machte dann in der abschließenden Altersklasse 10 Katelyn Anne Müller perfekt, die zusammen mit Helene Stenert vom Stützpunkt Greven gemeinsam den 1. Platz erkämpfte.

Angesichts dieser überragenden Bilanz kann das betreuende Trainerteam mit Michael und Sabine Gruhl, Karin Pohlmann und Miriam Bergmann mit berechtigtem Optimismus in die Zukunft schauen.

Text und Fotos: Hans-Joachim Dörrer

Erfolgreiche Aufholjagd der KTV Detmold

(Foto: H.-J. Dörrer)

„Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.“ Mit dieser Redensweise lässt sich wohl am besten der zweite Wettkampftag in der Oberliga der westfälischen Turnerinnen zusammenfassen, der am vergangenen Wochenende in Ibbenbüren-Laggenbeck ausgetragen wurde. Was keiner für möglich gehalten hatte, war am Ende eingetreten: Die zweitplatzierte Mannschaft vom ersten Wettkampf fand sich auf dem vorletzten Platz wieder, während die KTV Detmold im Vergleich der beiden Wettkämpfe einen Riesensprung vom siebten auf den dritten Platz gemacht hatte. „Dies hätte ich im Leben nicht gedacht, zumal wir auch diesmal nicht in Bestbesetzung antreten konnten und am Sprung und Boden sogar ohne Streichnote turnen mussten“, freute sich Hans-Joachim Dörrer als Betreuer über die Leistungssteigerung.

Den größten Anteil daran hatte Miriam Bergmann (Detmolder Sportverein), die beim Liga-Auftakt wegen Schulterbeschwerden fehlte. In Laggenbeck meldete sich „Miri“ in Hochform zurück: Als Mehrkampfbeste sowie mit Höchstnoten am Sprung und Boden rockte sie das gesamte Teilnehmerfeld und legte für ihre Mannschaftskameradinnen Julia Grützediek, Merret Klein (beide TuS Helpup) und Lara-Kathrin Mierau (TV Heidenoldendorf) die Grundlage für die erfolgreiche Aufholjagd.

Mit gestärktem Selbstvertrauen blicken die KTV-Turnerinnen nun dem Liga-Finale am 29. Juni in Bad Oeynhausen entgegen. Wobei sie hoffen, mit Lia Feline Maas (TV Heidenoldendorf) und Ina Ohlendorf (TuS Helpup) in voller Mannschaftsstärke antreten zu können.

Hans-Joachim Dörrer

Qualifikation zum Kader-Turncup geschafft

(Foto: Inga Mass)

Am vergangenen Wochenende fand in Berlin der 29. Bärchenpokal statt- ein bundesoffenes Nachwuchsturnier für Standortbestimmung und zur Qualifikation für die Nachwuchswettkämpfe zur Bundeskadernominierung des Deutschen Turner-Bundes.

Mit Lia Feline Mass nahm eine junge 11-jährige Turnerin der KTV Detmold/TV Heidenoldendorf teil.

Nach einem unglücklichen Wettkampf Anfang April in Essen, galt es nun die notwendige Qualifikation zu schaffen. Eine durchaus nicht einfache Aufgabe, umso schwieriger, weil es der eigene Landesturnverband nicht ermöglicht hat, seinen Turnerinnen die notwendigen Qualifikationswettkämpfe in der eigenen Region zu organisieren.

Gleich zu Beginn musste Lia Feline ihre schwierigste Aufgabe lösen – eine gute Stufenbarrenübung zu zeigen.

Mit 16,55 Punkten – was sich am Ende als viertbeste Wertung des gesamten Wettkampfes erwiesen hat, war der erste Schritt getan. Die weiteren Wertungen am Schwebebalken, Boden und Sprung waren dann ausreichend um mit 63,65 souverän die Qualifikation zum Bundeswettkampf zu schaffen – Gratulation!

Bereits Anfang April habe die 4 jüngeren Turnerinnen der Turn-Talentschule Detmold die Qualifikation zum Turn-Talentschulpokal des DTB geschafft, so dass dann am 23./24. Juli fünf junge Turnerinnen des Detmolder Turn-Talentzentrum auf Bundesebene vertreten sein werden.

Michael Gruhl

Erfolgreicher Wettkampf der Detmolder Turntalente

Die Nachwuchstalente des Detmolder Turnleistungsstützpunkt (Foto: H.-J. Dörrer)

Am 3. November gaben sich 82 Nachwuchsturnerinnen aus den Altersklassen 7 bis 11 in Lippstadt ein Stelldichein, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Im Mittelpunkt stand dabei der Wettkampf der fünf Turnleistungsstützpunkte des Westfälischen Turnerbundes: Bünde, Detmold, Dortmund, Greven und Siegen.

Wie schon in den vergangenen Jahren waren Detmold und Dortmund die beiden einzigen Stützpunkte, die in allen Altersklassen mit Mannschaften vertreten waren.

Leistungsmäßig gesehen verteidigten die Detmolder Nachwuchstalente in drei von vier Altersklassen ihre Spitzenposition. In der AK 7 gelang Johanna Ewers, Liana Keil, Zoe Lang und Lina Röckemann mit einem Vorsprung von 12,5 Punkten vor der zweitplatzierten Mannschaft aus Siegen gleich der erste Kantersieg. Ebenso deutlich siegten die Detmolderinnen mit Nastassja Cutler, Josephin Diebel, Mia Lutkova und Leonie Unrau in der AK 8 mit 11,80 Punkten Vorsprung vor der Mannschaft aus Siegen. Damit aber nicht genug: Auch in der AK 10 war an Detmold kein Vorbeikommen. Mit 12,5 Punkten distanzierten Enid Cutler, Lia Feline Mass und Alissa Schmal die Mannschaft aus Dortmund mehr als deutlich. Lediglich in der AK 9 blieb der Wettkampf bis zum Schluss spannend, wobei hier die Dortmunderinnen um 3,3 Punkte die Detmolderinnen mit Ivana Cutler, Milena Laukert und Katelyn Müller auf den zweiten Platz verweisen konnten.

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Gerätturnen: Medaillenregen für LLZ-Turnerinnen bei den Landesmeisterschaften

(Foto: H.-J. Dörrer)

Zum Abschluss der ersten Jahreshälfte gaben sich die westfälischen Turnerinnen in Dortmund ein letztes Stelldichein. Unter den insgesamt 91 Turnerinnen aus 16 Vereinen, die in den Altersklassen 7 bis 16+ zu den Meisterschaftswettkämpfen antraten, waren auch 17 Aktive aus dem LLZ Detmold, die mit sechs Medaillen zurückkehrten. Dazu kamen noch viele gute Platzierungen im vorderen Bereich, so dass Michael Gruhl und Hans-Joachim Dörrer von einem guten Gesamtergebnis sprechen konnten. Denn die Konkurrenz war stark.

Der Wettkampftag begann mit den jüngsten Turnerinnen der AK 7, die sich erstmalig dem Meisterschaftsprogramm stellten. Sage und schreibe 31 Aktive sorgten dabei für einen spannenden Wettkampfverlauf, bei dem erst am letzten Gerät über die Platzierungen entschieden wurde. Liana Keil nahm dabei strahlend die Bronzemedaille entgegen. Aber auch Zoe Lang, Lina Röckemann und Emely Schmal (4. bis 6. Platz), Johanna Ewers (8. Platz), Ne Karateke (11. Platz) und Mieke Wagner (13. Platz) bewiesen ihr Können und zeigten das Potenzial des LLZ Detmold für die Zukunft auf.

In der AK 8 dominierte Mia Lutkova das Starterfeld von 19 Turnerinnen nach Belieben. Mit Bestnoten an drei Geräten ließ sie die Konkurrenz mit einem deutlichen Vorsprung von 3,55 Punkten hinter sich. Auch die beiden anderen LLZ-Turnerinnen, Josephin Diebel und Leonie Unrau, schlugen sich auf den Plätzen 6 und 12 achtbar.

Ab der AK 9 waren die Teilnehmerfelder deutlich kleiner, was den gestiegenen Anforderungen geschuldet ist. Ganze11 Turnerinnen stellten sich den Kampfrichten, wobei hinter dem Führungstrio aus Dortmund und Greven die drei LLZ-Turnerinnen Katelyn Müller, Milena Laukert und Greta Schwarze die Plätze 6 bis 8 belegen konnten.

Die AK 10 war mit neun Turnerinnen nicht nur zahlenmäßig dünn besetzt. Auch die Leistungen lagen weit auseinander. Umso erfreulicher ist zu vermelden, dass mit Lia Feline Mass und Alina Schmal mit Platz 2 und 3 gleich zwei Turnerinnen des LLZ Detmold auf dem Siegerpodest standen.

In der AK 11 war nur ein Quartett am Start, wobei Johanna Sahl für das LLZ Detmold eine weitere Goldmedaille erturnen konnte.

Die letzte LLZ-Turnerin, die in Dortmund an den Start ging, war Jamie Lynn Doberstein, die eigentlich ihre Leistungen von den Deutschen Jugendmeisterschaften wiederholen wollte. Was jedoch eine Pechsträhne verhinderte: Zunächst war Jamie eine Woche vor dem Wettkampf in der Schule auf einer nassen Treppe ausgerutscht und hatte sich eine starke Prellung am linken Knie zugezogen. Und dann stand sie zu allem Überfluss bei der Anfahrt nach Dortmund zweieinhalb Stunden im Stau, weil das Kamener Kreuz wegen eines Großbrandes total gesperrt war. So verdient ihre Silbermedaille in der AK 13 besondere Bewunderung, da sie ihren Wettkampf in 50 Minuten absolvieren musste.

Bleibt in der Gesamtbetrachtung die Feststellung, dass das LLZ Detmold durchaus optimistisch in die Zukunft blicken kann, auch wenn die Abstände zu den führenden Landesturnverbänden im Deutschen Turner-Bund teilweise groß sind. Umso mehr heißt es nach der augenblicklichen Trainingspause, die das Trainerteam und die Turnerinnen verdient haben: Ran an die Geräte!

Hans-Joachim Dörrer

 

„Rolli Raupe“ verteilt Rosen

Quelle: Lippische Landes-Zeitung

PDF LZ 12.7.18

KTV Detmold macht ihr Meisterstück

(Foto: H. J. Dörrer)

Als am 23. Juni im sauerländischen Schalksmühle das Oberligafinale der westfälischen Turnerinnen begann, war der Ausgang für das Team der KTV Detmold mehr als ungewiss. Zwar lagen die Detmolderinnen nach den beiden ersten Wettkämpfen mit einem deutlichen Vorsprung in Führung. Doch konnte die Mannschaft nicht in Bestbesetzung antreten: Julia Grützediek, die beim Auftaktwettkampf als Mehrkampfsiegerin zum gelungenen Start in die diesjährige Ligasaison beigetragen hatte, befand sich nach ihrer Ellenbogenverletzung noch im Aufbautraining. Merret Klein musste von Spanien aus die Daumen drücken, wo sie mit ihrer Schule auf Stufenfahrt weilte. Und zu allem Überfluss hatte sich Jamie Lynn Doberstein am Tag vor den Wettkampf bei einem Sturz in der Schule eine schmerzhafte Knieprellung zugezogen und konnte nur am Stufenbarren auf Punktejagd gehen. So standen plötzlich mit Lia Feline Mass (10) sowie Michelle Dyck und Johanna Sahl (11) die Youngsters in der Mannschaft vor der schwierigen Aufgabe, die Siegespunkte zu erturnen. Was ihnen auch mit Bravour gelang. Wobei ihnen die „großen“ Turnerinnen den nötigen Rückhalt gaben.

Ina Ohlendorf, die rechtzeitig eine Schnittverletzung in der linken Hand auskuriert hatte, legte gleich zu Beginn eine starke Bodenübung hin. Jamie Lynn Doberstein biss am Stufenbarren auf die Zähne und turnte ihre leicht abgespeckte Übung fehlerfrei zu Ende. Und Miriam Bergmann, die schon im zweiten Ligawettkampf als beste Mehrkämpferin geglänzt hatte, legte noch eine Schüppe drauf und sicherte mit Bestnoten an allen vier Geräten der Mannschaft auch den dritten Sieg und damit die Oberligameisterschaft 2018.

Da waren selbst Michael Gruhl und Hans-Joachim Dörrer, die mit diesem Ausgang nicht gerechnet hatten, aus dem Häuschen. Aber wer es schafft, unter den geschilderten Umständen im letzten Gerätedurchgang am Schwebebalken drei fehlerfreie Übungen zu turnen, darf zu Recht als strahlender Oberligameister 2018 grüßen.

Hans-Joachim Dörrer

Gerätturnen: KTV Detmold mit Auftaktsieg in der WTB-Oberliga

Foto: H.J. Dörrer

Das hätten sich die Turnerinnen der KTV Detmold nicht träumen lassen: Nach einer etwas holprigen Vorbereitung stürmten Jamie Lynn Doberstein (TuSpo Meißen), Julia Grützediek, Mirja Gutzeit und Ina Ohlendorf (alle TuS Helpup), Michelle Dyck (TuS Friedrichsdorf) und Johanna Sahl (Detmolder Sportverein) beim Liga-Auftakt der WTB-Oberliga am 14. April in Rheda an die Tabellenspitze.

Dabei gelang ihnen mit 160,95 Punkten nicht nur ein neuer Punkterekord in der obersten Ligaklasse. Auch der Vorsprung von 9,10 Punkten vor der zweitplatzierten Mannschaft der KTV Dortmund ist gewaltig und sorgte bei der Siegerehrung für ein ausgelassenes Freudentänzchen. Was umso mehr berechtigt war, da bei der Bekanntgabe der Bestnoten an den vier Geräten und im Mehrkampf mit Julia Grützediek (Mehrkampf, Sprung und Balken) sowie Jamie Lynn Doberstein (Barren gemeinsam mit Mirja Gutzeit und Boden) ausschließlich Detmolder Turnerinnen aufgerufen wurden.

So können Michael Gruhl und Hans-Joachim Dörrer mit ihren Schützlingen optimistisch dem zweiten Wettkampf entgegenblicken, der am 05. Mai in Sendenhorst stattfinden wird. Hier könnte schon eine Vorentscheidung fallen, wer die diesjährige Oberliga-Saison als Gesamtsieger beenden wird.

Hans-Joachim Dörrer