Detmolder Sportvereine wollen vom Sportstättenförderprogramm profitieren

Nein, es war noch nicht Weihnachten, aber die Aussicht auf Präsente in Form eines warmen Geldregens bewegte zwanzig Detmolder Sportvereine, der Einladung des Sportverbands zu folgen, um sich über die Förderung „Moderne Sportstätten 2022“ informieren zu lassen.

Der Vorsitzende des SSV, Karl-Heinz Danger, brachte es auf den Punkt, als er salopp formulierte, dass das neue Förderprogramm demnächst die Sportvereine in die Lage versetze, ihre Sportstätten wieder auf Vordermann zu bringen und auch energetisch zu sanieren.

Das Land NW stellt hierfür insgesamt 300 Mill. Euro bereit und Detmold darf sich von dem Kuchen 1 Mill. Euro abschneiden. Ursprünglich sollten damit nur vereinseigene Objekte bedacht werden, es wird aber auch für Sportvereine als Mieter oder Pächter und insofern als wirtschaftliche Träger von Sportstätten gelten, wobei die Verträge noch mindestens zehn Jahre Bestand haben müssen. Nicht gefördert werden u.a. der Profisport und kommerzielle Anlagen. Die Mindestförderung beträgt 10.000 Euro.

Friedhelm Böger als Ansprechpartner des SSV, der sich um das Förderprogramm kümmert, verteilte Fragebögen an die Vereine, um bis zum 1.9. den Bestand an Sportstätten und deren Sanierungsumfang zu ermitteln. In der anschließenden Fragerunde wurde deutlich, dass eine Festbetragsfinanzierung mit einfachen Verwendungsnachweisen geplant ist und kein Windhund Verfahren stattfindet. Die Förderquote wird vom SSV im Benehmen mit der Stadt Detmold mit Blick auf die Sportstättenentwicklungsplanung erarbeitet und als Förderempfehlung mit einer Prioritätenliste der Staatskanzlei vorgelegt, die eine entsprechende Auswahl trifft und mittels Zuwendungsbescheid die jeweiligen Vereine informiert. Eine Kollision mit anderen Fördertöpfen ist nicht hinderlich.

Zur zeitlichen Abfolge wurde mitgeteilt, dass nach dem 15.9. bis 15.12. noch zwei Info-Veranstaltungen der Staatskanzlei im Regierungsbezirk stattfinden. Ab dem 1.10. ist von den Vereinen eine Darstellung der jeweiligen Projekte mit Kosten- und Finanzierungsplan über das Förderportal – förderportal.lsb-nrw.de/startseite – beim Landessportbund einzustellen. Das Ganze soll in Detmold bis zum 31.3.2020 abgeschlossen sein. Am 11.9. ist ein „Runder Tisch“ geplant, bei dem weitere Vereinsfragen behandelt werden können.

Die Vereinsvertreter konnten sich in der Gewissheit auf den Heimweg machen, dass ihnen und den nicht erschienenen Sportvereinen die Förderrichtlinien mit dem geplanten Verfahren nochmals schriftlich zugehen werden.

Norbert von Dahlen